Ein Arbeitstag in Singapur

24 11 2009

Da ich jetzt ja doch schon eine ganze Weile da bin werd ich einfach mal damit anfangen wie ein normaler Arbeitstag hier in Singapur ablaeuft. Zu dem Zweck hab ich mich vor Gott, der Welt und meinen Arbeitskollegen als Touri geoutet und den ganzen Tag meinen Fotoapperat klicken lassen.

Mein Tag beginnt normalerweise um 8 Uhr morgens in meinem Zimmer in Clementi, einem Stadtteil von Singapur. Nach Dusche und Fruehstueck  Fahr ich mit der MRT, der oertlichen S-Bahn zur Arbeit.

Was ihre Zuege angeht haben die Singapurianer fiese Paranoia zwecks Bomben anschlaegen. Und jeder der auch nur 2 Wochen in der Stadt ist kann den folgenden Satz auswendig:

„If you see any suspicious looking person or article, please inform our staff or press the emergency communication buttom, locateted at the side of the train door.“

Wie jede andere Durchsage kommt der Spruch auch gelegentlich in den anderen Amtssprachen Singapurs: Mandarin Chinesisch, Indisch (Tamil) oder Malaiisch.

Dazu laufen ueberall in den Zuegen Filme ueber Bombenanschlaege mit fiesen Bildern von zerfetzten Leich und Lehrfilmen zur Praevention von Terroranschlaegen.

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Naja wenn ich dann, ohne Opfer eines Terroranschlags geworden zu sein, in die Arbeit komme erwartet mich das, nach Feng Shui (ohne scheiss !) gebaute, Biopolis.

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DSC00426SARS Protease Inhibitor der hier entwickelt wurde gleich als Deko verwendet wird.

Im Gebaeude selber sind Fotos leider Verboten. Dafuer wird man erschossen gevierteilt und muss auf jedenfall auch die obligatorische 500 Sing Dollar Strafe zahlen (Wie fuer: Auf den Boden spucken, im Zug trinken und essen, etc.).

Mit dem was ich im Labor so mach langweile ich jetzt glaub ich niemanden.

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Hier ein Bild von meiner Arbeitsgruppe

Gegessen wird Mittags im Food court direkt in Biopolis oder in einem der drei dutzend anderen in der Umgebung. Das Prinzip food court ist einfach der Hammer und fuer alle die noch nicht in Asien waren: 20 Tische in der Mitte und 20 kleine Staende mit den verschiedensten Kuechen und Gerichten aus ganz Asien plus Western food (oder was sie dafuer halten).

DSC00421Ruth, Cara und ich in einem food court in holland village 5 Busminuten entfernt von Biopolis.

Wenn mich mein Bioreaktor nicht grad bis 11 Abends im Labor haelt, geh ich so zwischen 6 und 7. Nach der Arbeit gehts entweder auch in einen food court oder in eine andere Lokalitaet zum Essen. Da hat mich wie so oft ein mittlerer Wolkenbruch erwartet der ganz gerne mal auftauch sobald man aus hat.

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An dem speziellen Tag bin ich mit zwei Kollegen aus der Arbeit nach little india gegangen. Die Bevoelkerung hier besteht vorwiegend aus Chinesen, Indern und Malaiis und jede Gruppe hat auch ihr eigenes Viertel.

Also an dem Tag waren wir in little india mit seinen Hindutempeln, super billigen Bazaren und Musiklaeden mit der wohl grausamsten Musik die die Menschheit je produziert hat.

DSC00178Sri SrinivasaTempel in little India

DSC00184Markt anlaesslich des Deepavali Festes

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Strassendeko an der Serangoon road. Fiese Reizueberflutung

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Riesen Ingwer plus Henning und Kathi.

Aber wir waren ja an dem Tag eher wegen des Essens dort. In dem Fall in einem vegetarischen Restaurant. Was hier sehr verbreitet ist (und wir habens auch direkt uebernommen) ist, dass man gemeisam bestellt und jeder von allem isst. Also haben wir verschiede Brote und Reis mit verschiedensten Sossen bestellt.

DSC00453Jede einzelne eine Geschmacksexplosion auf der Zunge und einfach nur hervorragend. Auch gut dass ich mittlerweile im scharf Essen besser geuebt bin wie am anfang. Die ein oder andere Sosse davon haette mir sonst den spass daran verdorben.

Danach haben wir den Tag in einem Pub bei einem Bier beendet. In little india haben sich

DSC00454Ich muss noch dazu sagen, dass sich mein „Daumen hoch“ nicht auf den Inhalt sondern auf des Weizenglas selber bezieht. Hoegaarden ist naemlich eine ziemliche Ploere.

 



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